KANT

Bürger zweier Welten

Abgrund der menschlichen Vernunft:

Keine gesicherten Antworten auf wichtige Fragen, z.B. Gibt es Gott?

 

Moralphilosophie

Ziel:

Versuch eine allgemeingültige Formel zur Herleitung moralischer Gesetze zu finden durch die Zuhilfenahme der Logik und der Vernunft nicht durch subjektive Werte wie Erfahrung, Ideologien oder Wünsche.

 

Eine Handlung ist moralische gut, wenn der Wille gut ist (Voraussetzung: Doppelidentität)

 

Guter Wille:

 

Ein guter Wille ist erst dann gut, wenn er durch die Pflicht bestimmt wird, dem kategorischen Imperativ zu folgen eine Handlung aus Pflicht.

 

Arten der Handlung:

 

Zwei Arten der Pflichten:

 

Pflichten gegen sich

Pflichten gegen andere

Vollkommene Pflichten

Selbstmord

Versprechensbeispiel

Unvollkommene Pflichten

Talentenbeispiel

Hilfe in der Not

 

  1. Vollkommene Pflicht: Verallgemeinerung kann man nicht widerspruchsfrei denken und wollen
  2. Unvollkommene Pflichten: Verallgemeinerung kann man widerspruchfrei denken aber nicht wollen

 

Kategorischer Imperativ

-Prüfung, ob die Handlung sittlich ist

Maxime = eine subjektive Lebensregel, die sich ein Mensch mit der Absicht setzt, nicht nur einmal danach zu handeln mein Prinzip zu handeln oder meine Absicht in bestimmten Situationen so und nicht anders zu handeln

Imperative: Regeln, die ein Sollen vorschreiben, das heißt, das befolgen einer Handlungsanweisung wird als objektiv notwendig angesehen

Arten des Imperativs:

  1. kategorischer: immer gültig, ohne Bedingung (z.B. Man darf Menschen nicht missbrauchen)
  2. hypothetischer: relativer Gültigkeitsanspruch; Bedingung zur Gültigkeit, situationsanhängig (z.B. Du musst jetzt gehen, um den Bus  zu erwischen)

 

Erste Formel:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“                                                                                 

2. Formel:

„handle so, also ob die Maxime deiner Handlung zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte“

Aufbau:

1. Schritt: Kann die Handlung aus subjektiver Sicht gewollt werden

2. Schritt: Formulierung einer Maxime

3. Schritt: Verallgemeinerung der Maxime zum Gesetz

4. Schritt: Prüfung durch Vernunft

 

Beispiel 1: Das Überfallen von Banken zwecks Einkommenssteigerung und persönliche Befriedigung ist erlaubt.                                                                             

 

Beispiel 2: Selbstmord

Maxime: Aus Eigenliebe ist es mein Prinzip mein Leben, in dem ich wahrscheinlich nur noch Übel erwarten kann abzukürzen

 

Individuelle Freiheit:

Erst wenn ich frei bin, kann ich mir Gesetze machen und sie einhalten

Moral und Sittlichkeit haben ihren Ursprung in der Freiheit.

Freiheit gibt die Möglichkeit von sich aus, Kraft aus der Vernunft ein formales Gesetz zu schaffen, dem man gehorcht.

 

Mesotos-Lehre:

Kant legt sie ab:

Man findet in der Erfahrung keine Haltung oder Eigenschaft, die an sich gut ist